Jean Tinguely bei der Materialsuche in Paris 1960

Jean Tinguely bei der Materialsuche, Paris, 1960, Foto: Unbekannt

La roue = c'est tout
Sammlungspräsentation

8. Februar 2023 – 3. Januar 2027

Laut Tinguely ‘leben wir in einer Räderzivilisation’. So sind das Verhältnis von Mensch und Maschine und die daraus resultierenden Abhängigkeiten, die Tinguely lustvoll dekonstruierte, auch heute noch prägend für unser Leben. Erstmals seit der Gründung des Museums wird die gewachsene Werksammlung des Künstlers wieder in der grossen Halle umfassend ausgestellt. Entdecken Sie das filigran-poetische Frühwerk, die explosiven Aktionen und Kollaborationen der 1960er Jahre und die musikalischen, monumentalen und düsteren Spätwerke in einem abwechslungsreichen Parcours, der viele Möglichkeiten zum Mitmachen bietet.

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#larouecesttout #tinguely @museumtinguely

Nicolas Darrot, Yuki Otoko, 2025 (Detail). Courtesy the artist und Galerie C, Foto: Nicolas Darrot

Nicolas Darrot. Fuzzy Logic

5. März 2026 - 7. März 2027

 

Fuzzy-Logik, eine Art künstliche Intelligenz, die es Computern ermöglicht, mit «unscharfen» Konzepten umzugehen, ahmt menschliches Denkvermögen nach. Hier gibt es nicht nur das streng binäre 1 (ja, wahr) oder 0 (nein, falsch), sondern sie arbeitet mit Abstufungen, um so Zustände wie warm oder kühl eher sprachlich als streng mathematisch beschreiben zu können. Nicolas Darrots Fuzzy Logic-Figuren sind voller Unsicherheiten und Gemütsschwankungen, ihr Tanz ist spontan, ihr Spiel ist komplex, ihr Talent unvollkommen.

 

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#fuzzylogic @ndarrot
 

Ernestyna Orlowska, Make Your Body Your Machine, 2021 © Ernestyna Orlowska. Foto: Margot Roth

Labouring Bodies

10. Juni – 8. November 2026

 

Labouring Bodies untersucht aus feministischer Perspektive die vielfältigen Beziehungen zwischen Körper und Technologie. Die Gruppenausstellung zeigt, wie der menschliche Körper – besonders der feminisierte und marginalisierte – seit der Moderne durch Maschinen geprägt, kontrolliert und zugleich als Ort des Widerstands verstanden wurde. Künstlerische Positionen beleuchten die Arbeit an und mit Maschinen, die Technisierung von Produktion und Reproduktion sowie den weiblichen Beitrag zum technologischen Fortschritt und laden dazu ein, Körper, Arbeit und Fürsorge neu zu denken.

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#labouringbodies

Zilla Leutenegger, New Balance, 2022. Courtesy the artist and Galerie Peter Kilchmann, Zurich, Paris 

Zilla Leutenegger
ZWISCHENRAUM / HINDURCHZUSCHAUN

23. September 2026 – 7. März 2027

 

Ein Blick durch den Türspalt, ein Geräusch unter der Treppe, ein Schatten im Gebälk: es ist, als wäre jemand im Museum eingezogen. Zilla Leuteneggers multimediale Installationen Zwischenraum / Hindurchzuschaun sind Fragmente bewohnter Architektur und Skizzen eines Lebens. Diese Fragmente zwischen den Dingen erzählen nicht nur kurze, poetische Geschichten, sondern laden auch dazu ein, das Museum neu zu entdecken – und es mit anderen Augen zu sehen.

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#spacesbetween @zilla_leutenegger

© Claudiabasel

Les témoins oculistes. Der Sehsinn in der Kunst

2. Dezember 2026 – 09. Mai 2027

 

Das Museum Tinguely setzt die Reihe zu den menschlichen Sinnen in den bildenden Künsten fort. In der Gruppenausstellung zum Sehsinn werden Kunstwerke verschiedener Medien von der Zeit des Barocks bis zur Gegenwart präsentiert, die eine Vielfalt von überraschenden Seherfahrungen bieten. Beim Betrachten von Kunst werden wir unweigerlich mit Prämissen unserer visuellen Wahrnehmung konfrontiert: dem Zusammenspiel von Licht, Dunkelheit, Farbe, Bewegung und Raum. Seit Jahrhunderten experimentieren Künstler:innen mit Techniken, Mechanismen und apparativen Hilfsmitteln, um die von kulturellen Faktoren geprägten Bedingungen des optischen Erlebens unserer Umwelt und deren Repräsentation in der Kunst zu hinterfragen und neu zu erfinden. Oft trüben sie dabei absichtlich unsere alltägliche Sicht auf die Realität, indem sie in ihre Werke Störfaktoren und Illusionen integrieren, wie Verzerrungen, Umkehrungen oder Spiegelungen.